Wie Sie als Selbstständiger Steuern bei Privat- und Gewerbeimmobilien sparen können

Maria Lengemann

25. November 2015

Es gibt einige Möglichkeiten, als Selbstständiger oder auch als Freiberufler Steuern zu sparen. Hier machen auch die Bereiche rund um die Immobilien keine Ausnahme. Allerdings ist es wichtig, sich mit den Vorgaben auszukennen und so die steuerlichen Vorteile nutzen zu können.

Gewerbeimmobilien – den Investitionsabzugsbetrag nutzen

Wer Gewerbeimmobilien kaufen möchte, der braucht hier natürlich auch eine gewisse Investitionssumme, die vorhanden sein sollte. Gerade mit Beginn der Selbstständigkeit ist diese Summe nicht unbedingt immer vorhanden. So kann es sein, dass die Ausstattug der Gewerbeimmobilie nicht mehr möglich ist. In diesem Fall kann es sich lohnen, den Investitionsabzugsbetrag zu nutzen. Im § 7g Abs. 1 EStG ist verankert, das Unternehmer die Möglichkeit haben, eine bestimmte Höhe geplanter Investitionskosten schon vor der Investition selbst vom Gewinn abzuziehen. Dies wirkt sich steuermindernd aus. Unternehmer können hier Gewerbetreibende, Freiberufler oder auch Personengesellschaften sein. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, dürfen bis zu 40% der geplanten Summe schon vom Gewinn abgezogen werden. Dies gilt beispielsweise auch, wenn man Gewerbeimmobilien oder auch Büroräume in Privatimmobilien ausgestattet werden sollen. Dies kann bei der Immobiliensuche durchaus bedacht werden. Das sind die Voraussetzungen:
  • Durchführung der Investition innerhalb der nächsten drei Jahre.
  • Investition in bewegliches Anlagevermögen.
  • Konkrete Benennung der Investition.
  • Gewinn darf bei Selbstständigen vor Abzug des Betrages 100.000 Euro nicht überschreiten.
  • Der Investitionsabzugsbetrag darf höchstens bei 200.000 Euro liegen.

Kosten für den Immobilienmakler steuerlich absetzen

Die Immobiliensuche für Gewerbeimmobilien oder auch für private Immobilien mit teilgewerblicher Nutzung gestaltet sich nicht immer ganz leicht. Daher kann es sich lohnen, einen Immobilienmakler zu beauftragen. Dieser kann gewerbliche Immobilien oder auch private Immobilien nach Vorgabe suchen. Dabei ist es egal, ob Selbstständige Gewerbeimmobilien mieten oder die Gewerbeimmobilie kaufen möchten. Die Provision für den Makler kann als Betriebsausgabe von der Steuer abgesetzt werden. Dies gilt auch für die Kaution, die hinterlegt werden muss. Der Betrag kann im Rahmen der folgenden Steuererklärung hier bei der Gewinnermittlung mit berücksichtigt werden. Dadurch wird der Gewinn gemindert und es lassen sich Steuern sparen.

Das Arbeitszimmer im Bereich der privaten Immobilien

Nicht immer benötigen Selbstständige auch komplette Gewerbeimmobilien sondern reichen bereits mit einem Arbeitszimmer in der privaten Immobilie aus. Auch hier sind steuerliche Vorteile möglich, die genutzt werden können. Wichtig ist, dass es sich bei dem häuslichen Arbeitszimmer auch wirklich um ein solches handelt. Das heißt, es muss in seiner Ausstattung und seiner Funktion der Arbeit dienen. Ein Schreibtisch ist das zentrale Möbelstück. Zudem muss es in der privaten Wohnung oder dem Haus eingebunden sein und ausschließlich für die beruflichen Zwecke genutzt werden. Ausschließlich bedeutet in diesem Fall: zu 90%. Wenn das Arbeitszimmer als Mittelpunkt für die selbstständige Tätigkeit gilt, dann können alle Raumkosten geltend gemacht werden. Die Fläche, die Ausstattung, anteilig Strom und Wasser gehören hier mit dazu. Gerade auch die laufenden Kosten, wie Strom, Wasser und Telefonkosten, sollten bei der Steuererklärung mit berücksichtigt werden, da diese den Steuersatz ebenfalls senken können. So lässt sich auch ein Teil der privaten Immobilie steuersenkend für Selbstständige nutzen.