Standardrate der Kredite unterschreitet erstmals 500-Euro-Grenze

Die Standardrate ist weiter gesunken. Im Dezember 2014 lag der Durchschnittswert laut des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung, kurz DTB genannt, bei lediglich 493 Euro. Damit unterschreitet die Standardrate die 500-Euro-Grenze erstmalig. Den Ergebnissen zufolge sank die Standardrate zum Jahresende auf 493 Euro ab, während sie noch ein Jahr zuvor bei 608 Euro lag. Bei der Standardrate wird ein durchschnittliches Darlehen in Höhe von 150.000 Euro mit einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent, einer achtzigprozentigen Beleihung sowie einer zehnjährigen Sollzinsbindung zugrundegelegt. Bei der durchschnittlichen Darlehenshöhe wurde der umgekehrte Trend deutlich, denn diese erzielte mit 172.000 Euro einen neuen Höchstwert. Ähnlich verhält es sich auch mit der Sollzinsbindung, welche sich um sechs Monate stark erhöhte und nun bei insgesamt zwölf Jahren und neun Monaten liegt. Der durchschnittliche Tilgungssatz sank hingegen nur geringfügig um 0,01 Prozent auf nunmehr 2,60 Prozent. Fast alle Darlehensarten sanken weiter. Darlehensnehmer in Deutschland investierten zum Jahresende 21,49 Prozent, um ihr Bauvorhaben zu finanzieren. Ein Jahr zuvor waren es noch immerhin 22,07 Prozent, weshalb der durchschnittliche Beleihungsauslauf um 0,72 Prozent verlor. Deutlich angestiegen sind zudem die Darlehensarten, welche sich durch einen festen Zinssatz kennzeichnen. Dieser Trend wurde bereits in den Vormonaten deutlich. Anders sieht es bei den übrigen Darlehensarten aus. Sie verloren sowohl im Gegensatz zum Vormonat als auch im Vorjahresvergleich. So lag das KfW-Darlehen Ende 2014 bei 10,68 Prozent (November 2014: 11,33 Prozent, Dezember 2013: 13,22 Prozent), die Forwardfinanzierung bei 10,15 Prozent (November 2014: 10,82 Prozent, Dezember 2013: 10,58 Prozent) und das Darlehen mit variablen Zinssatz bei 1,41 Prozent (November 2014: 1,45 Prozent, Dezember 2013: 2,84 Prozent).