Nebenkostenabrechnung

Maria Lengemann

27. November 2014

Wie und was Vermieter abrechnen müssen Die Nebenkostenabrechnung ist immer wieder Gegenstand von Unstimmigkeiten zwischen Mieter und Vermieter. Vielen Vermietern erscheint die Nebenkostenabrechnung als lästige Pflicht. Sie schieben sie auf die lange Bank. Wer jedoch zu spät abrechnet, verschenkt womöglich eine Menge Geld. Daher lohnt es sich, die Fristen einzuhalten. Innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Abrechnungsperiode muss die Nebenkostenabrechnung erfolgen. Grundlage für die Vereinbarung der Nebenkosten bildet der Mietvertrag. Nur was darin als Betriebs- und Nebenkosten aufgeführt ist, muss der Mieter bezahlen. Zu diesen Kosten gehören die laufenden öffentlichen Lasten des Grundstücks, die Grundsteuer, die Grundsteuer, Wasser, Heizungs- und Warmwasserkosten, Kosten für den Aufzug, Straßenreinigung undMüllabfuhr, Entwässerung, Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Gartenpflege, Sachversicherungen, Haftpflichtversicherungen, Hausmeister, maschinelle Wascheinrichtungen, Hausreinigung und Ungezieferbekämpfung, Kosten für Antenne und Kabelanschluss sowie sonstige Betriebskosten. Nicht umlagefähig dagegen sind sämtliche Kosten, die die Verwaltung Betreffen. Dazu zählen die Kosten für den Hausverwalter, aber auch Telefon- und Portokosten, Zinsen und Bankgebühren. Reparatur- und Instandhaltungskosten sind durch den Vermieter zu zahlen, auch wenn diese vom Hausmeister vorgenommen wurden. In welcher Form Vermieter Mietern die Nebenkostenabrechnung vorlegen, ist nicht vorgegeben. Die Mitteilung in Form eines Aushangs im Treppenhaus ist allerdings nicht zulässig. Die Nebenkostenabrechnung muss durch den Mieter nachprüfbar und nachvollziehbar sein. Dies ist am einfachsten, wenn sie in Form einer Tabelle erstellt wird. Enthalten muss die Abrechnung neben der Bezeichnung der Wohnung und des Abrechnungszeitraums die jeweiligen Gesamtkosten für das Gebäude, den Verteilerschlüssel, den individuellen Anteil der Kosten für den Mieter, eine Gegenüberstellung der Gesamtsumme und der Vorauszahlungen des Mieters. Für den Mieter muss zudem eindeutig ersichtlich sein, welche Erstattung beziehungsweise Nachforderung sich aus der Abrechnung ergibt und welche Höhe die neuen Vorauszahlungsbeträge haben.