Laut LBS zieht es die Menschen wieder ins Umland

7. Juli 2017

Aufgrund steigender Wohnungspreise in den Großstädten suchen vor allem Familien nach billigeren Optionen im Umland. Die Landesbausparkasse (LBS) sieht hier einen neuen Trend. In einigen Großstädten wird sogar eine negative Wanderungsbilanz verzeichnet sowie zum Teil rückläufige Baugenehmigungen.

Langsame Umkehr

Während die Metropolen zwar weiterhin stark anwachsen, gab es laut Statistischem Bundesamt in einigen großen Städten erstmalig eine negative Wanderungsbilanz. Zu diesen Städten gehören München, Hamburg und Stuttgart. So gab es im Jahr 2016 sowohl in Hamburg als auch in Stuttgart etwa 1.000 mehr Menschen, die abgewandert als zugezogen sind. In München lag die Zahl sogar um einiges höher, dort waren es nämlich 4.500 Menschen. Die LBS rechnet damit, dass dieser Trend anhalten wird. Grund hierfür seien die teuren Wohnungspreise und das knappe Angebot an Wohnungen.

Weniger Baugenehmigungen in fünf der größten Städten

Die Anzahl der Baugenehmigungen ist in Deutschland in den letzten beiden Jahren merklich gestiegen. Das Jahr 2016 verzeichnete sogar einen Höchststand seit dem Jahr 2000. Laut des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gab es im vergangenen Jahr mehr als 340.000 Baugenehmigungen. Fünf der sieben größten deutschen Städte seien allerdings laut LBS von dieser Steigerung ausgenommen.

Die Anzahl der Baugenehmigungen sank zwischen 2014 und 2015 in den Städten wie folgt:

  • in München um 121
  • in Köln um 363
  • in Düsseldorf um 1.548
  • in Hamburg um 2.289

In Berlin gab es mit 3.089 Baugenehmigungen ein ordentliches Plus und auch in Stuttgart stieg die Zahl ganz leicht an (auf 119).

Dadurch, dass das BBSR im Umland eine überdurchschnittliche Steigerung der Baugenehmigungen wahrgenommen hat, schließt die LBS, dass der Trend besonders für Familien wieder zurück ins Umland geht.