Gebäudeenergiegesetz vom Bundestag beschlossen

21. Juni 2020

Das vom Bundestag beschlossene Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht keine Erhöhung der energetischen Anforderungen an Bestandsbauten und Neubauten vor. Im Jahr 2023 sollen diese einer Prüfung unterzogen werden. Des Weiteren erleichtert eine im GEG enthaltene Innovationsklausel es den Firmen, die energetischen Vorgaben einzuhalten.

Durch die Innovationsklausel ist es nicht länger erforderlich, dass die energetischen Anforderungen von jedem einzelnen Gebäude erfüllt werden. Stattdessen reicht es aus, wenn in dem jeweiligen Quartier die Bilanz stimmt. Dadurch müssen Häuser mit einem hohen Energieverbrauch nicht zwangsläufig saniert werden, solange es im Quartier andere Häuser gibt, die sehr energieeffizient sind.

Außerdem ermöglicht die Innovationsklausel einen Umstieg von der Kenngröße Primärenergie auf Treibhausgasemissionen. Das bedeutet: Eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes kann auf verschiedene Art und Weise erzielt werden. Statt alle Gebäude dick in Styropor zu verpacken, ist es beispielsweise möglich, Wärmepumpen zu verwenden oder Solarthermie effizient einzubinden.

Gemäß GEG ist eine Anrechnung von lokalen Fotovoltaikanlagen als Effizienzmaßnahme möglich. Damit die Förderung von kleinen und mittelgroßen Anlagen gesichert werden kann, soll der Fotovoltaikdeckel in Höhe von 52 Gigawatt aufgehoben werden.