Die Umzugsquote nimmt ab

7. Juli 2017

Der Energiedienstleister Techem hat ermittelt, wie häufig Mieter in Deutschland umziehen. Die erhobenen Daten basieren auf 1,8 Millionen Wohnungen in den zwanzig größten Städten Deutschlands. Das Ergebnis: In 2016 sind im Vergleich zum Vorjahr weniger Menschen umgezogen. So wechselten im Jahr 2015 im Durchschnitt 9,1 Prozent der Stadtbewohner ihre Wohnung. Im Jahr darauf waren es lediglich 8,6 Prozent.

Wo die Mieter besonders sesshaft sind

Wie auch schon zuvor neigen die Menschen in Frankfurt, Berlin und München nicht häufig dazu, ihren Wohnsitz zu wechseln. Sowohl in der Hauptstadt als auch in München zogen nur 6,7 Prozent um, während es in Frankfurt 6,9 Prozent waren. Besonders in München blieben die Bewohner ihrem Zuhause sogar noch treuer, denn in 2015 lag die Umzugsquote noch bei 7,7 Prozent. Auch in Düsseldorf sind die Menschen deutlich sesshafter geworden, denn in 2015 lag die Umzugsquote dort noch bei 9,3 Prozent und betrug in 2016 nur noch 8,0 Prozent.

Münster ist Spitzenreiter

Vergleichsweise viele Wohnungswechsel gibt es dagegen in Münster, das die Rangliste der 20 größten deutschen Städte anführt, knapp gefolgt von Bochum und Nürnberg an dritter Stelle. Diese drei Städte haben als einzige der analysierten Städte eine Umzugsquote, die über der 10 Prozentmarke liegt (Münster: 11,1%, Bochum 11,0 % und Nürnberg 10,6 %).

Auch im Ländervergleich stehen drei Bundesländer in der Rangliste, die die 10-Prozentmarke in Sachen Mobilität übertrumpfen: Saarland (10,8 %), Niedersachsen (10,6%) sowie Rheinland-Pfalz (10,1%).

Es wurde bei der von Techem durchgeführten Analyse lediglich die Umzugsquote erfasst, nicht aber die Gründe für den Wohnungswechsel.