Die Immobiliennews in Kürze

Jinny Verdonck

26. April 2020

Stabile Miet- und Kaufpreise im März verzeichnet

Trotz der Coronakrise registriert der Hauspreisindex von Europace bei den Kaufpreisen für Wohnungen ein Wachstum im März 2020 um durchschnittich 1,08 % verglichen mit dem Vormonat. Der Europace-Hauspreisindex beruht auf abgeschlossene Transaktionen für Eigentumswohnungen und Häuser, die selbst genutzt werden. Es gebe laut Europace keine Anhaltspunkte darauf, dass die Immobilienpreise aufgrund der Corona-Pandemie einbrechen werden.

Zudem stellt das Internetportal Immowelt in einer Analyse fest, dass auch die Angebotsmieten hierzulande bisher relativ stabil geblieben sind. Von den 14 größten Städten Deutschlands (mit mindestens 500.000 Einwohnern) verzeichnen sechs Metropolen im März denselben Quadratmeterpreis bei Wiedervermietungen wie auch im Januar. In Hamburg, Düsseldorf und Nürnberg wuchsen die Mieten um je 3 % an, während in München und Köln die Mietpreise um -4 % bzw. -3 % gesunken sind.

Deutsche Bank: Der Immobilienmarkt wird die Coronakrise 2021 wieder überwunden haben

Nach einer Analyse rechnet die Deutsche Bank damit, dass der deutsche Immobilienmarkt die Auswirkungen der Corona-Pandemie bereits im nächsten Jahr wieder überstanden haben wird. Dies gilt sowohl für den Wohnimmobilienmarkt als auch für Büroimmobilien. Laut dem “Marktausblick für 2020” erwarten die Analysten der Deutschen Bank Mitte 2021 BIP-Wachstumsraten auf dem Niveau vor der Krise. Somit seien die Auswirkungen der Coronakrise nur temporär. Entscheidungsfaktoren seien Demografie sowie die Fähigkeit zur Innovation vonseiten der Industrie. Wenn sich daher für diese Probleme keine Lösung findet, so würde sich das auch erheblich negativ auf die Preise für Immobilien auswirken.

Wohnungsmieter geben in Umfrage Zahlungsschwierigkeiten an

Im Rahmen einer vom Meinungsforschungsinstitut Civey durchgeführten und von Haus & Grund beauftragten Online-Umfrage wurden Wohnungsmieter in Deutschland zu ihrer finanziellen Situation befragt. Dabei teilten 6,9 % der 1.003 Wohnungsmieter mit, als Folge der Corona-Pandemie hinsichtlich der Miete in Zahlungsschwierigkeiten geraten zu sein. Von den Umfrageteilnehmern gaben zudem 17,6 % an, dass sie noch nicht mit Sicherheit sagen können, ob sie in Zukunft in der Lage sein werden ihre Miete zu überweisen.

Umfrage: Preisrückgänge machen Immobilien attraktiver

Bei einer Reduzierung der Immobilienpreise und der Kaufnebenkosten wären 74 % der Befragten eher bereit eine Wohnimmobilie zu kaufen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von Statista hervor, die von Interhyp beauftragt wurde und noch vor der Coronakrise durchgeführt wurde.

57 % der Umfrageteilnehmer gaben an, dass ihnen eine größere finanzielle Hilfe, wie zum Beispiel durch staatliche Unterstützung, einen Antrieb für einen Wohnungskauf oder Hauskauf geben würde. Von den Befragten, die bisher noch kein Wohneigentum erworben haben, teilte knapp die Hälfte mit, dass sie in Zukunft bauen möchten. 19 % gaben an, binnen der nächsten fünf Jahre eine Immobilie kaufen zu wollen.