Das Durchschnittsalter steigt

7. Juli 2017

Eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat festgestellt, dass die deutsche Bevölkerung älter wird. In den letzten 15 Jahren hat sich das durchschnittliche Alter um 3,3 Jahre erhöht. Im Durchschnitt ist das Alter von 40,6 Jahren auf 43,9 gestiegen.

Die regionalen Altersunterschiede sind groß

In den Universitätsstädten wie Freiburg und Heidelberg liegt das Durchschnittsalter bei 39,8 und 39,9 Jahren. Außerdem sind in diesen beiden Städten lediglich etwa 16 % der Einwohner über 64 Jahre alt. Ganz anders sieht es dagegen im Osten aus. So liegt das Durchschnittsalter in einigen Orten ca. 10 Jahre höher als in Freiburg und Heidelberg. In Suhl sind die Menschen im Durchschnitt 49,1 Jahre alt, im Altenburger Land 49,4 und in Dessau 49,5. Zudem leben dort auch mehr Senioren, denn der Anteil der über 64-Jährigen beträgt rund 30 %.

Überalterung in strukturschwachen Gebieten

Die junge Bevölkerung zog es aus strukturschwachen Gebieten weg. Das Ergebnis ist, dass die Bevölkerung schneller altert. Es gibt Landkreise, die zwischen 2000 und 2015 in etwa jeden fünften Einwohner verloren haben: In Brandburg verzeichneten Spree-Neiße ein Minus von 19,9 Prozent und Oberspreewald-Lausitz minus 21,7 Prozent und Suhl in Thüringen weist ein Bevölkerungsminus von 22 Prozent auf.

Nicht überall auf dem Land ist das Durchschnittsalter hoch

Es gibt aber auch ländliche Gebiete, die sich dank hoher Geburtenraten durch ein vergleichsweise niedriges Durchschnittsalter auszeichnen. So beträgt das durchschnittliche Alter im niedersächsischen Vechta 40 Jahre und in Cloppenburg 40,1 Jahre. In einigen Umlandkreisen von wirtschaftsstarken Großstädten ist das Durchschnittsalter niedrig, denn es gibt eine Vielzahl an Familien, die von den Kernstädten hinaus ins engere Umland ziehen. So registriert zum Beispiel Freising ein Durchschnittsalter von 40,6 Prozent und ähnlich sieht es auch in Erding bei München aus, wo die Einwohner im Schnitt 41,4 Jahre alt sind.